Implantation einer dreiteiligen hydraulischen Penisprothese

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Minimalinvasive chirurgische Technik mit infrapubischem Zugang

Dank der minimalinvasiven Technik können wir alle Komponenten der dreiteiligen hydraulischen Prothese über einen 2 cm langen Schnitt an der Basis des Penis implantieren.
Das Verfahren kann sicher unter Vollnarkose, Spinalanästhesie oder Lokalanästhesie in weniger als 15 Minuten durchgeführt werden.
Normalerweise können die Patienten die sexuelle Aktivität nach 4 bis 6 Wochen wieder aufnehmen.

Beschreibung der Technik

Nach der Rasur, die streng im Operationssaal durchgeführt wird, wird die Haut 10 Minuten lang mit einer Povidon-Jod-Lösung gereinigt und desinfiziert und Cefazolin intravenös verabreicht. Der erste Schritt ist die Einleitung einer künstlichen hydraulischen Erektion durch Injektion von 0,9%iger Kochsalzlösung in die Schwellkörper. Dieses Manöver ermöglicht die Identifizierung von Pathologien, die eine Korrektur erfordern (z. B. Krümmungen oder „Sanduhr“-Deformitäten des Penis), begünstigt zudem die Erweiterung der Schwellkörper und erleichtert die Identifizierung des Nervus dorsalis sowie die Platzierung der Nähte seitlich davon.

1) Implantation einer dreiteiligen hydraulischen Penisprothese

2) Der Zugang erfolgt über einen 2,5 cm langen infrapubischen Hautschnitt

3) Mit dem Finger wird die Colles-Faszie stumpf eröffnet und die Schwellkörper beidseitig isoliert.

4) An den Schwellkörpern werden vier Haltenähte platziert, zwei auf jeder Seite, aus Polyglykolsäure 2/0, die später zum Schließen der Korporotomien dienen.

8) An diesem Punkt werden zwei minimale beidseitige Korporotomien von jeweils 1,5 Zentimetern durchgeführt, um den Durchgang der Prothesenzylinder zu ermöglichen.

12) Proximal und distal gedehnt und vermessen.

14) Mit einem 8 cm Nasenspekulum schaffen wir den paravesikalen Raum für das flache Reservoir (Conceal, gefüllt mit 100 ml Kochsalzlösung) hinter der Fascia transversalis, indem wir von oben nach unten durch den äußeren Leistenring vordringen, der durchstochen wird.

18) Anschließend werden die Prothesenzylinder implantiert und der hydraulische Test durchgeführt, der die korrekte Funktion und Positionierung belegt

24) Die Korporotomien werden beidseitig mit den zuvor platzierten Haltenähten verschlossen.

26) Wiederum wird das Nasenspekulum verwendet, um einen „subdartoischen Pouch“ in einem Teil des Skrotums zu bilden, um die Aktivierungspumpe des hydraulischen Systems unterzubringen.

30) Die Schläuche des Prothesensystems werden verbunden und eine Jackson-Pratt-Drainage wird für ca. 24/48 Stunden belassen, schließlich wird die Haut mit Nähten verschlossen

Die durchschnittliche Zeit bis zum Abschluss der Implantation betrug 15 Minuten im Vergleich zu 50 Minuten bei dem peno-skrotalen Ansatz, was den postoperativen Schmerzen, die fast nicht vorhanden sind, und dem Infektionsrisiko zugute kommt, das erheblich sinkt und nahe bei null Prozent liegt, da kein Blasenkatheter verwendet wird und keine Kontaminationen von der Haut des Hodensacks auftreten, die viel anfälliger für bakterielle Lokalisationen ist als die infrapubische Region.

Der Zugang ist so minimalinvasiv bei den Korporotomien und der Implantation der Aktivierungspumpe, dass das Auftreten von Hämatomen und Serumansammlungen drastisch reduziert wird; falls diese dennoch vorhanden sind, werden sie dank der für ca. 24/48 Stunden im Skrotalbeutel belassenen Drainage postoperativ eliminiert. Eine letzte Überlegung ist, dass der infrapubische Zugang einen einfacheren und bequemeren Zugang zum äußeren Leistenring für die Platzierung des Reservoirs ermöglicht, sowohl in paravesikaler als auch in ektoper Position über der Fascia transversalis.

Die Verringerung der Beschwerden im postoperativen Verlauf und die Möglichkeit, den Hodensack fast sofort zu handhaben, ermöglichen es dem Patienten, das hydraulische System bereits 7 Tage nach der Operation zu aktivieren und die sexuelle Aktivität nach einem Monat wieder aufzunehmen. Letzterer Aspekt ist entscheidend, um das Potenzial des neuen AMS-Modells LGX voll auszuschöpfen. Tatsächlich ermöglicht dieses Gerät dem Penis, im Laufe der Zeit mindestens 2 cm an Länge und 2 cm an Breite zu gewinnen. Je früher der Zeitpunkt der Aktivierung erfolgt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit der sofortigen Bildung der Pseudokapsel der Schwellkörper, die diese Verlängerung hemmen könnte.
Nach dem chirurgischen Eingriff wird eine Einzeldosis Gentamicin und eine zehntägige Therapie mit Cefazolin verabreicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die chirurgische Technik sehr schnell und sicher ist und das ästhetische Ergebnis durch einen kleinen Hautschnitt von nur 2,5 cm garantiert wird.

Texte in Originalsprache, Englisch.

Enthält beschreibende Fotos des Operationsverfahrens

Minimally invasive infrapubic – Original article

Minimally invasive infrapubic inflatable penile prosthesis implant for erectile dysfunction: evaluation of efficacy, satisfaction profile and complications.

(Wird fortgesetzt)

The Journal of Sexual Medicine – Surgical Technique

Minimally Invasive Infrapubic Inflatable Penile Implant

(Wird fortgesetzt)

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